Wie die Nazis ihre Spuren verwischen wollten
Schon während der Verbrechen:
- Die Nazis sagten den Opfern, sie würden nur "umgesiedelt"
- Sie vermieden belastende Dokumente
- Sie nutzten Tarnbegriffe wie "Sonderbehandlung"
Kurz vor Kriegsende:
- Sie trieben Häftlinge in Todesmärschen durch das Land
- Sie sprengten Mordstätten
- Sie verbrannten Leichen und Dokumente
- Sie gruben Massengräber aus
Trotzdem blieben viele Beweise:
- Aussagen von Überlebenden, Tätern und Anwohnern
- Täterdokumente
- Baupläne der Gaskammern
- Fotografien
- Geraubte Gegenstände
- 7.000 Kilogramm Haare allein in Auschwitz
Wie Holocaust-Leugnung entstand
- Rechtsextreme in Frankreich, Deutschland und den USA behaupteten nach dem Krieg, es habe keine Massenvernichtung gegeben
- Ab den 1970er Jahren verbreiten sich Bücher wie "Die Auschwitzlüge"
- Ab den 1980er Jahren entstehen Gutachten von angeblichen "Experten"
Holocaust-Leugnung heute
- Heute ist Holocaust-Leugnung in Deutschland strafbar
- In sozialen Medien wird verschlüsselt kommuniziert
- Memes, Emojis und Anspielungen umgehen die Strafverfolgung
Die wichtigsten Lügen der Leugner
Lüge 1: "Es gab keine Gaskammern"
Die Behauptungen:
- Auf frühen Bauplänen seien keine Gaskammern zu sehen
- Luftaufnahmen zeigten keine Lüftungsschächte
- Die Türen seien nicht luftdicht gewesen
Die Wahrheit:
- Erste Vergasungen fanden im Keller von Block 11 statt
- Später wurden Krematorien mit Gaskammern gebaut
- Baupläne dokumentieren Lüftungsschächte und gasdichte Türen
- Dokumente belegen Bestellungen für Türen mit Gummidichtungen und Doppelglas-Gucklöchern
- Die Gucklöcher waren mit Metall geschützt, damit Opfer sie nicht einschlagen konnten
Lüge 2: "Die Gaskammern waren zu klein"
Die Behauptungen:
- Die technischen Abläufe seien unmöglich gewesen
- Es hätte nicht genug Zeit gegeben
Die Wahrheit:
- In Auschwitz-Birkenau gab es mehrere große Gaskammern
- Die Krematorien II und III hatten unterirdische Gaskammern
- Die Krematorien IV und V hatten ebenerdige "Badeanstalten"
- Alle waren für Massenmord konzipiert
Lüge 3: "Zyklon B kann dort nicht funktioniert haben"
Die Behauptungen der Leugner:
- Zu wenig Cyanid-Rückstände in den Gaskammern
- Entlausungskammern haben viel höhere Rückstände
- Die Räume waren zu kalt für Zyklon B
- Das Gas konnte nicht wirken
Die Wahrheit:
- Menschen sterben bei viel geringeren Dosen als Insekten
- Für Menschen wurde schwächeres Zyklon B verwendet
- Für Entlausung wurde stärkeres Zyklon B verwendet
- Deshalb sind die Rückstände unterschiedlich hoch
- Die Gaskammern hatten Heizung und Belüftung
- Die notwendige Temperatur wurde erreicht
Lüge 4: "Die Krematorien hätten nicht so viele Leichen verbrennen können"
Die Behauptung:
- Es hätte nicht genug Koks gegeben
- Die Kapazität sei zu gering gewesen
Die Wahrheit:
- Pro Leichnam waren nur 3,5 kg Koks nötig (nicht 30 kg)
- Die Öfen hielten die Temperatur durch Fettverbrennung
- Ein Dokument vom 25. Juni 1943 bestätigt: 4.756 Leichen pro Tag möglich
- Im Frühjahr 1944 wurden bis zu 10.000 Menschen täglich ermordet
- Bei Überlastung wurden zusätzliche Verbrennungsgruben ausgehoben
Lüge 5: "Die Deportierten wurden nur woanders hingebracht"
Die Behauptung:
- Die Menschen seien nur umgesiedelt worden
- Sie seien nicht ermordet worden
Die Wahrheit:
- Wohin hätten Millionen Menschen verschwinden sollen?
- Das Höfle-Telegramm vom 11. Januar 1943 nennt konkrete Zahlen:
- Lublin/Majdanek: 24.733 Ermordete
- Belzec: 434.508 Ermordete
- Sobibor: 101.370 Ermordete
- Treblinka: vermutlich 713.555 Ermordete
- Gesamt bis Ende 1942: 1.274.166 Ermordete
- Diese Zahlen decken sich mit dem Korherr-Bericht der SS
- Baupläne, Lieferscheine, Zeugenaussagen belegen die Vernichtung
Lüge 6: "Die Opferzahlen sind übertrieben"
Die Behauptungen:
- Das Rote Kreuz habe nur 300.000 Opfer bestätigt
- Die registrierten Häftlingsnummern seien viel niedriger
Die Wahrheit:
- Das Rote Kreuz hat sich 1965 ausdrücklich von dieser Falschbehauptung distanziert
- Viele Opfer wurden nie registriert oder tätowiert
- An der Rampe Selektierte wurden sofort ermordet
- Das Totenbuch verzeichnete nur "Reichsdeutsche"
- Frühe Schätzungen waren teilweise ungenau
- Heute geht die Forschung von rund sechs Millionen ermordeten Juden aus
- Besonders in der Sowjetunion sind Zahlen schwer zu erfassen
Lüge 7: "Hitler wusste nichts davon"
Die Behauptung:
- Hitler habe bis 1943 nichts vom Holocaust gewusst
- Es gebe keinen schriftlichen "Führer-Befehl"
Die Wahrheit:
- Hitler gab Befehle meist mündlich
- Sein Antisemitismus ist in unzähligen Aussagen belegt
- Am 17./18. April 1943 sagte Hitler vor dem ungarischen Reichsverweser:
- "In Polen habe man gründlich aufgeräumt"
- "Wenn die Juden dort nicht arbeiten wollten, würden sie erschossen"
- Hitler billigte den Massenmord oder ordnete ihn an
Wo Holocaust-Leugnung heute vorkommt
In Neonazi-Kreisen:
- Die alten "Gutachten" werden weiter verbreitet
- Zeugenaussagen werden angezweifelt
- Beweise werden als Fälschungen bezeichnet
In der AfD:
- Offener Geschichtsrevisionismus nimmt zu
- Man spricht von einem "Schuldkult"
- Björn Höcke nennt § 130 StGB einen "Maulkorbparagrafen"
- Man fordert die Abschaffung - das würde Holocaust-Leugnung legalisieren
In sozialen Medien:
- Verschlüsselte Botschaften
- Codes und Anspielungen
- Memes statt offener Aussagen
Warum Holocaust-Leugnung gefährlich ist
Sie beleidigt die Opfer:
- Sechs Millionen Ermordete werden verhöhnt
- Überlebende werden als Lügner dargestellt
Sie verfälscht Geschichte:
- Fakten werden durch Lügen ersetzt
- Pseudowissenschaft ersetzt echte Forschung
Sie dient politischen Zielen:
- Nazi-Ideologie soll rehabilitiert werden
- Juden werden als "Betrüger" dargestellt
- Antisemitismus wird geschürt
Sie ist strafbar:
- In Deutschland seit 1994 Volksverhetzung
- Strafen bis zu fünf Jahren Haft
Zusammenfassung
Holocaust-Leugner behaupten:
- Es habe keine Gaskammern gegeben
- Die technischen Abläufe seien unmöglich gewesen
- Die Opferzahlen seien übertrieben
- Hitler habe nichts gewusst
Die Wahrheit ist:
- Die Beweislage ist überwältigend
- Dokumente, Zeugen und forensische Beweise belegen alles
- Sechs Millionen Juden wurden systematisch ermordet
- Die Nazis versuchten, ihre Spuren zu verwischen
- Trotzdem blieben unzählige Beweise erhalten
Holocaust-Leugnung ist:
- Wissenschaftlich unhaltbar
- Beleidigend für die Opfer
- In Deutschland strafbar
- Ein Werkzeug von Rechtsextremen
- Gefährlich für die Demokratie
Die Geschichte des Holocaust ist wissenschaftlich eindeutig belegt. Leugnung dient nur dazu, Nazi-Ideologie zu rehabilitieren.