Warum ist das Thema heute wichtig?
Rechtsextreme Gruppen sprechen oft über:
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deutsches Leid
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Flucht und Vertreibung
Sie tun das, um:
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Deutschland als Opfer darzustellen
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die Schuld der Nazis kleiner wirken zu lassen
Dabei lassen sie aus:
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warum es zu Flucht und Vertreibung kam
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was Deutschland zuvor anderen angetan hat
Wer sprach nach dem Krieg darüber?
Nach dem Krieg erzählten vor allem die Betroffenen selbst ihre Geschichten.
Man nennt sie die Erlebnisgeneration.
Viele schlossen sich in Verbänden zusammen.
Zum Beispiel im Bund der Vertriebenen.
Einige Gruppen forderten:
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Entschädigung
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Hilfe beim Neuanfang
Andere forderten:
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Rückgabe alter deutscher Gebiete
Solche Forderungen nennt man revanchistisch.
Rechte Einflüsse bis heute
Bis heute gibt es Verbindungen:
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zwischen Vertriebenenverbänden
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und rechtsextremen Gruppen
Manche verbreiten:
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falsche Opferzahlen
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Begriffe wie „Völkermord“ oder „Konzentrationslager“
Diese Worte sollen:
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Schuld umdrehen
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Nazi-Verbrechen relativieren
Deutsche Minderheiten vor dem Krieg
Vor dem Krieg lebten Deutsche in vielen Ländern Ost- und Südosteuropas.
Zum Beispiel:
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in Polen
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in der Tschechoslowakei
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in Ungarn oder Rumänien
Meist lebten die Menschen friedlich zusammen.
Aber nicht überall.
Die Rolle von Nazi-Deutschland
Das nationalsozialistische Deutschland nutzte deutsche Minderheiten gezielt.
Die Nazis:
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hetzten gegen andere Bevölkerungsgruppen
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unterstützten gewaltsame Gruppen
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wollten Gebiete erobern
In der Tschechoslowakei unterstützten sie deutsche Nationalisten.
Das führte zu Gewalt und Spannungen.
1938 nahm Deutschland das Sudetenland ein.
1939 besetzte es ganz Tschechien.
Der Krieg brachte extreme Gewalt
1939 griff Deutschland Polen an.
Damit begann der Zweite Weltkrieg.
Danach folgten:
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Vertreibungen
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Morde
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Zwangsarbeit
Millionen Menschen wurden:
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verschleppt
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ausgebeutet
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ermordet
Jüdinnen und Juden wurden systematisch vernichtet.
Auch viele andere litten unter der Nazi-Herrschaft.
Warum kam es zur Flucht?
Ab 1943 rückte die Rote Armee vor.
Viele Deutsche flohen aus Angst.
Sie hatten Angst vor:
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Rache
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Gewalt
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Hunger
Die Nazis verschärften die Lage:
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sie ordneten späte Evakuierungen an
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sie sorgten schlecht für die Menschen
Viele starben:
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auf der Flucht
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durch Kälte, Hunger und Krankheit
Die sogenannten „wilden Vertreibungen“
Schon vor Kriegsende wurden Deutsche vertrieben.
Man nennt das „wilde Vertreibungen“.
Dabei kam es zu:
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Chaos
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Gewalt
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schlechten Bedingungen
Es gab Lager für:
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frühere Nazis
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Soldaten
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andere Deutsche
Diese Lager waren keine Konzentrationslager.
Sie dienten der Kontrolle und Vorbereitung der Umsiedlung.
Das ist ein wichtiger Unterschied.
Die organisierten Umsiedlungen
Nach dem Krieg beschlossen die Siegermächte:
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Deutsche sollten aus vielen Ländern umgesiedelt werden
Das wurde 1945 in Potsdam beschlossen.
Ab 1946 liefen die Umsiedlungen organisiert ab.
Meist mit Zügen.
Insgesamt mussten etwa 12 Millionen Deutsche ihre Heimat verlassen.
Wie viele Menschen starben?
Rechtsextreme behaupten:
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über 2 Millionen Tote
Diese Zahl ist falsch.
Sie zählt:
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Vermisste
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Soldaten
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ermordete Jüdinnen und Juden
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sogar nicht geborene Kinder
Seriöse Forschungen sagen:
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etwa 500.000 bis 600.000 Tote
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meist durch Hunger, Krankheit und Erschöpfung
Viele starben noch vor Kriegsende,
wegen der schlechten Nazi-Politik.
Wie nutzen Rechte das Thema heute?
Rechtsextreme Gruppen:
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übertreiben Zahlen
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zeigen nur deutsches Leid
Auch Politiker der AfD tun das.
Sie sprechen von:
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2 oder sogar 2,5 Millionen Opfern
Diese Zahlen sind frei erfunden.
Ziel ist:
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Schuld zu verschieben
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Nazi-Verbrechen zu relativieren
Das Wichtigste zum Schluss
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Flucht und Vertreibung waren für viele Menschen sehr schlimm.
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Viele litten unter Hunger, Angst und Gewalt.
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Dieses Leid darf nicht geleugnet werden.
Aber:
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Es darf nicht ohne den Zusammenhang erzählt werden.
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Der Krieg begann durch Nazi-Deutschland.
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Ohne diesen Krieg hätte es keine Vertreibungen gegeben.
Geschichte darf nicht verdreht werden.
Nur ehrliche Erinnerung schützt Demokratie und Frieden.