Warum sagen manche trotzdem: „Die Nazis waren links“?
Rechte Gruppen verbreiten diese Behauptung bis heute.
Sie benutzen dafür:
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einzelne Wörter aus dem Parteinamen
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Zitate ohne Zusammenhang
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alte Nazi-Propaganda
Das Ziel ist:
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die politische Linke schlechtzumachen
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die Schuld der Nazis umzudeuten
Was bedeutet „links“ und „rechts“?
Die Begriffe „links“ und „rechts“ kommen aus der Zeit der Französischen Revolution.
Vereinfacht gesagt:
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Links steht oft für Gleichheit, Solidarität und gleiche Rechte
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Rechts steht oft für Nation, Tradition und Hierarchien
Diese Begriffe sind nicht immer eindeutig.
Rechte Gruppen nutzen diese Unklarheit aus, um zu verwirren.
Woher kommt der Mythos von den „linken Nazis“?
Nach dem Zweiten Weltkrieg spielte diese Idee kaum eine Rolle.
Erst ab den 1970er-Jahren griffen rechte Politiker sie auf.
Zum Beispiel:
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Franz Josef Strauß sagte 1979, Hitler sei „eigentlich Marxist“ gewesen
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2012 schrieb Erika Steinbach: „Die Nazis waren eine linke Partei“
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Heute verbreitet vor allem die AfD diese Behauptung
Warum hieß die Partei „Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei“?
Die NSDAP nutzte bewusst:
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das Wort „sozialistisch“
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das Wort „Arbeiter“
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die Farbe Rot
Damit wollte sie:
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Arbeiter ansprechen
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linke Parteien schwächen
Hitler schrieb selbst:
Man habe die rote Farbe gewählt, um Linke anzulocken.
Der „Sozialismus“ der Nazis hatte aber nichts mit echtem Sozialismus zu tun.
Die Nazis waren Feinde von Linken
Die NSDAP war von Anfang an:
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gegen Kommunisten
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gegen Sozialdemokraten
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gegen Gewerkschaften
Schon vor 1933 kämpften die Nazis auf der Straße mit:
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Kommunisten
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Sozialdemokraten
Nach der Machtübernahme:
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wurden linke Parteien verboten
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tausende Menschen verhaftet
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Allein 20.000 Kommunisten wurden ermordet
Was passierte mit den Arbeitern?
Nach 1933:
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wurden Gewerkschaften zerschlagen
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Tarifverträge abgeschafft
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Mitbestimmung beendet
Stattdessen gab es:
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die „Deutsche Arbeitsfront“
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das Führerprinzip im Betrieb
Streiks waren verboten.
Wer sich wehrte, wurde hart bestraft.
Die NSDAP war keine Arbeiterpartei.
Gab es Sozialpolitik im NS-Staat?
Ja, aber nur begrenzt und gezielt.
Programme wie „Kraft durch Freude“ sollten:
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Unzufriedenheit verhindern
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Menschen ruhig halten
Viele Verbesserungen:
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gab es nur für „Volksgenossen“
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schlossen Jüdinnen und Juden aus
Löhne waren oft eingefroren.
Der Staat wurde immer stärker auf Krieg ausgerichtet.
War die Wirtschaft sozialistisch?
Nein.
Der Staat griff zwar stark ein, aber:
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Firmen blieben privat
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große Unternehmen machten hohe Gewinne
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Zwangsarbeit wurde massiv genutzt
Millionen Menschen wurden ausgebeutet.
Das war kein Sozialismus, sondern Raub und Gewalt.
Typische falsche Argumente
Manche sagen:
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„Im Namen steht doch sozialistisch“
Aber:
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Auch Nordkorea heißt „demokratisch“ – ist aber eine Diktatur
Andere verweisen auf alte Parteiprogramme.
Diese Forderungen wurden nie umgesetzt.
Stattdessen:
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wurden jüdische Unternehmen geraubt
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Reiche profitierten
Gab es einen „linken Flügel“ in der NSDAP?
Einige Nazis sprachen von sozialer Revolution.
Zum Beispiel:
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Gregor Strasser
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Ernst Röhm
Aber auch sie:
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waren antisemitisch
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waren nationalistisch
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befürworteten Gewalt
1934 ließ Hitler sie ermorden.
Danach gab es keinen Widerstand mehr in der Partei.
Mit wem arbeitete Hitler zusammen?
Hitler kam an die Macht durch:
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konservative Politiker
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Militär
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Großgrundbesitzer
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Unternehmer
Gemeinsam waren sie:
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gegen Demokratie
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gegen Kommunismus
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gegen den Versailler Vertrag
Internationale Bündnisse
Die Nazis verbündeten sich mit:
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Mussolinis faschistischem Italien
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dem japanischen Militärregime
Gemeinsam kämpften sie:
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gegen Kommunisten
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gegen Sozialisten
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gegen Demokratie
Das zeigt klar:
Der Nationalsozialismus war rechts und faschistisch.
Fazit
Die NSDAP:
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war keine linke Partei
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war extrem rechts
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war antisemitisch
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war gewalttätig und diktatorisch
Der Mythos von den „linken Nazis“ soll:
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Schuld verschieben
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rechte Ideologie entlasten
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Geschichte verfälschen
Das ist nicht nur falsch, sondern auch gefährlich.