Die Behauptung vom „Völkermord an Deutschen“
Polen hatte nach dem Ersten Weltkrieg viele Minderheiten, auch viele Deutsche.
Die polnische Regierung behandelte die deutsche Minderheit oft schlecht:
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Deutsche Schulen wurden geschlossen.
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Viele Deutsche verloren ihre Arbeit im Staatsdienst.
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Viele verließen das Land.
Das war Unrecht.
Aber: Es war kein Völkermord.
Es gab keine systematischen Morde an Deutschen.
Es gab keinen Plan zur Vernichtung der deutschen Bevölkerung.
Die Behauptung vom „Völkermord“ soll Polen und das NS-Regime moralisch gleichsetzen.
Das hält einer Prüfung nicht stand.
Was Deutschland in Polen tat
Nach dem deutschen Angriff 1939 begann sofort extreme Gewalt:
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Zehntausende polnische Intellektuelle wurden gezielt ermordet.
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Hunderttausende Menschen wurden enteignet und vertrieben.
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Millionen Polen wurden zur Zwangsarbeit verschleppt.
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Jüdinnen und Juden wurden in Ghettos gepfercht und später ermordet.
Polnische Kultur wurde verboten.
Schulen, Zeitungen und Vereine wurden geschlossen.
Das war gezielte Unterdrückung, Versklavung und Massenmord.
Das ist nicht mit der polnischen Minderheitenpolitik vergleichbar.
Polen als angeblicher Aggressor
Revisionisten behaupten auch:
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Polen habe große Eroberungspläne gehabt.
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Polen habe Deutschland bedroht.
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Polen habe den Krieg provoziert.
Als Beweis werden einzelne radikale Stimmen aus Polen genannt.
Diese Personen hatten aber keine politische Macht.
Die polnische Regierung wollte vor allem eines:
Abstand zu Deutschland und zur Sowjetunion halten.
Polen hatte Angst, erneut geteilt zu werden – wie schon mehrmals zuvor.
Der Streit um Danzig
Ein weiteres Argument lautet:
Der Krieg sei wegen Danzig ausgebrochen.
Das stimmt nicht.
Hitler sagte selbst:
Es gehe nicht um Danzig, sondern um den Angriff auf Polen.
Der Angriff war lange geplant.
Danzig war nur ein Vorwand.
Der Mythos vom „beiderseitigen Krieg“
Manche behaupten:
Deutschland und Polen hätten sich gleichberechtigt auf einen Krieg vorbereitet.
Auch das ist falsch.
Deutschland griff Polen an.
Polen verteidigte sich.
Kurz vor Kriegsbeginn stellte Deutschland nochmal Forderungen, die Polen nie annehmen konnte. Diese Forderungen hießen "14 Punkte Plan". Sie wurden Polen erst vorgelegt, als der Angriff schon lief.
Ziel der Geschichtsverfälschung
Diese falschen Darstellungen haben ein Ziel:
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Die Schuld Deutschlands am Zweiten Weltkrieg relativieren.
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Täter und Opfer gleichsetzen.
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Deutschland als eigentliches Opfer darstellen.
Diese Argumente sind nicht neu.
Sie stammen aus einer langen Tradition rechtsextremer Geschichtsfälschung.
Fazit
Die Verantwortung Deutschlands für den Zweiten Weltkrieg ist eindeutig belegt.
Sie ist Ergebnis jahrzehntelanger internationaler Forschung.
Behauptungen über einen „Völkermord an Deutschen“ in Polen sind:
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historisch falsch
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politisch motiviert
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ein Versuch der Schuldumkehr