Dies ist eine Veranstaltung der Historiker*innen für Demokratie in Zusammenarbeit mit der VHS Eisenach sowie dem Thilm.
Das Angebot soll anhand ausgewählter Beispiele wie dem antisemitischen Mythos von der
jüdischen Weltverschwörung, der Dolchstoßlegende und dem Konstrukt der Konservativen
Revolution nachzeichnen, wann unter welchen Voraussetzungen wirkmächtige
Geschichtsmythen entstehen können, wer für den Erfolg ihrer Verbreitung verantwortlich
ist und wie man diesen didaktisch entgegentreten kann. Dabei werden auch die
unterschiedlichen Funktionen von Geschichtsmythen in den Blick genommen und Raum
für die Diskussion über das produktive Potenzial von Mythen geboten
Mythen spielten bei der Nationalstaatsbildung im 19. Jahrhundert ebenso eine zentrale
Rolle wie bei der Etablierung des NS-Regimes. Sie dienten dazu, der jeweiligen Herrschaft
bzw. ihren Trägern Legitimation zu verleihen. Gleichzeitig wurden sie für die Konstruktion
vermeintlich eindeutiger ethnischer Identitäten genutzt. Umgekehrt wurde damit eine
Begründung geschaffen, „unerwünschte Elemente“ aus der Gemeinschaft auszuschließen,
zu diskriminieren und zu verfolgen. Dieser Mechanismus wird aktuell insbesondere von
neurechten Akteuren für ihre politischen Zwecke genutzt.
Die Veranstaltung ist als Fortbildungsveranstaltung durch das Thillm zertifiziert.
https://www.vhs-wartburgkreis.de/programm/politik-gesellschaft-umwelt/kurs/Gefaehrliche-Geschichtsmythen-Entstehung-Entwicklung-und-aktuelle-Relevanz/26FEA10105