Geschichtsrevisionismus – die politisch motivierte Verzerrung der Geschichte, insbesondere der NS-Zeit – ist seit 1945 ein Kernthema der extremen Rechten. Lange Zeit erreichten solche Inhalte kaum jemanden außerhalb neonazistischer Kreise; heute generieren sie in den sozialen Medien Millionen von Klicks und treffen dabei zunehmend auf junge Menschen, die oft weder das historische Wissen noch die Medienkompetenz besitzen, um derartige Verfälschungen zu erkennen.
Jakob Schergaut (FSU Jena) stellt die Arbeit des Projekts „Geschichte statt Mythen" vor, das seit 2024 Geschichtsrevisionismus dokumentiert, analysiert und einordnet. Anhand aktueller Beispiele zeigt er, wie revisionistische Narrative funktionieren – und welche Gegenstrategien möglich sind.
Dieser Vortrag findet im Rahmen des Historday Geschichtsfestivals der Stiftung EVZ statt und wird auf Englisch gehalten.